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Performance-Analyse

Performance-Analyse
December 12, 2018 Jonny

Performance-Analyse

Die Effizienz, Effektivität oder der Erfolg einer Aktivität bzw. eines gesamten Prozesses wird als Performance bezeichnet. Die Performance kann mit Hilfe verschiedener Kennzahlen gemessen werden. Solche Kennzahlen können beispielsweise die Durchlaufzeit oder Kosten eines Prozesses betreffen. Wurden Kennzahlen wie diese aufgenommen, kann mit ihnen eine Performance-Analyse durchgeführt werden.

Was sagt die Performance über mein Prozessmodell aus?

Eine hohe Prozess-Performance ist ein Indikator für einen gut aufgesetzten sowie gut umgesetzten Prozess. Das bedeutet, dass der Prozess auf einem leistungsfähigen Prozessmodell basiert und effizient realisiert wurde.

Woran kann ich die Prozess-Performance messen?

Standardisierung als Performance-Indikator
Je höher die Standardisierung ist, desto höher ist die Prozessleistung.  Eine hohe Standardisierung bedeutet, dass er Prozess in wenigen Prozessvarianten – den Hauptvarianten – umgesetzt wird. Die Hauptvarianten sind die Varianten, die von den meisten Geschäftsvorfällen umgesetzt bzw. durchlaufen werden. Meistens entsprechen die Hauptvarianten dem Soll-Prozess bzw. Referenzprozess – also dem Prozess, wie er ursprünglich aufgesetzt wurde und beispielsweise vom Prozessmanagement vorgesehen ist. Dementsprechend sind die Hauptvarianten im Allgemeinen eine regelkonforme und effiziente Prozessumsetzung. Allerdings entwickeln sich mit der Zeit oftmals nicht vorgesehene Prozessabläufe. Schließlich sind nicht alle Umstände oder Verhältnisse vorhersehbar oder einkalkulierbar. Das gilt für interne sowie externe Faktoren. Beispielsweise können Überlastung, technische Probleme oder Lieferantenprobleme Ursachen für eine nicht geplante Prozessumsetzung bzw. Prozessdurchlauf sein.

Eine hohe Anzahl an Prozessvarianten – und damit eine geringe Standardisierung – hat oftmals einen negativen Einfluss auf die Performance. Eine standardisierte Prozessumsetzung spart Ressourcen und ist grundlegend für eine gute Prozess-Performance.

Durchlaufzeiten als Performance-Indikator
Die Durchlaufzeit eines Falles gibt an, wie lange der Durchlauf eines Geschäftsvorfalls von Prozessstart bis -ende gedauert hat. Zum Beispiel, wie lange es in einem Produktionsprozess gedauert hat, ein einzelnes Produkt herzustellen. Um die Effizienz des gesamten Prozesses zu beurteilen, schaut man sich relevante Kennzahlen zur Durchlaufzeit an. Wie zum Beispiel die durchschnittliche Durchlaufzeit oder alle Fälle, die über der Soll-Dauer liegen. Für viele Prozesse gilt: Je kürzer die Durchlaufzeiten sind, desto besser – solange die Qualität der Leistung oder des Produktes dadurch nicht abnimmt. Kurze Durchlaufzeiten erhöhen beispielsweise die Kundenzufriedenheit oder verringern die Kapitalbindungskosten.

Produktqualität als Performance-Indikator
Das wichtigste in einem Geschäftsprozess ist der Output – also das Ergebnis, was zur Wertschöpfung des Unternehmens beiträgt. Das können Endprodukte als Resultate der Prozesse sein, aber auch verschiedene Serviceleistungen, die mit Hilfe des Prozesses angeboten werden. Je nach Service oder Produkt, gibt es verschiedene Methoden, die Qualität zu messen. Aber im Allgemeinen lässt sich sagen: Je besser die Qualität des Produktes oder Services ist oder je häufiger der Output dem Standard gerecht wird, desto effektiver ist der Prozess.

Kostenaufwand als Performance-Indikator
Jene Kosten, die aufgrund der Prozessumsetzung und nicht als Investitionsgüter anfallen, können uns Auskunft zur Prozess-Performance geben.

Welche Informationen liefert uns die Kostenhöhe über die Prozess-Performance?  Um das zu beantworten, sind zunächst die Relation sowie die Ursachen der Kosten zu prüfen:

1. Relation: Sind die ermittelten Kosten höher als beispielsweise zu einem früheren Zeitpunkt bzw. Zeitraum? Oder liegen die Kosten über denen von einem vergleichbaren Produkt oder Service?

2. Ursachen: Was hat die Kosten verursacht? Prozessveränderungen, Umstrukturierungen oder Probleme und unerwartete Prozessentwicklung?

Liegen die ermittelten Kosten über relevanten Vergleichswerten, wie vorigen Werten oder Kenngrößen vergleichbarer Produkte oder Dienstleistungen? Sind sie nicht temporären Einflussfaktoren, wie Umstrukturierungen, zuzuschreiben? Dann können diese Kosten ein Performance-Defizit indizieren. Wenn also alle Faktoren ausgeklammert sind, die nicht direkt vom Unternehmen beeinflussbar sind, dann kann die Prozessumsetzung bewertet werden.

 

Verwandte Begriffe: Kennzahl, Analyse, Prozessdurchlauf, Durchlaufzeit

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