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Optimierungspotential

Optimierungspotential
December 14, 2018 Jonny

Optimierungspotential

Optimierungspotentiale in einem Prozess sind Abschnitte oder Aktivitäten, deren Veränderung die Prozessleistung verbessern kann. Optimierungspotentiale sind also Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb eines Prozesses. Beispielsweise können das Engpässe, Prozessschleifen oder ineffiziente Prozessverläufe sein. Das Optimierungspotential wird realisiert, indem die identifizierten Schwachstellen behoben werden. Das kann dem Prozess zu einer höheren Effektivität, Effizienz oder auch Konformität verhelfen. Optimierungspotentiale werden häufig im Zuge einer Analyse der Prozesse erkannt.

Wie identifiziere ich Optimierungspotentiale mit Hilfe von Process Mining?

Ziel einer Process-Mining-Analyse ist unter anderem das Aufdecken von Optimierungspotentialen. Die Process-Mining-Analysemethoden gehen unterschiedlich an diese Thematik heran:

 

1. Optimierungspotentiale bei der Process Discovery ablesen

Hierbei werden die realen Prozessdaten visualisiert. Anhand dieser Darstellung werden Performance-Schwachstellen, wie zu lange Liegezeiten, Aktivitäten oder auch Prozessschleifen identifiziert. Prozessschleifen sind direkt anhand der Visualisierung erkennbar: Wird bei einer Prozessvariante eine bereits durchgeführte Aktivität nochmals durchgeführt, liegt eine Prozessschleife vor. Der Pfeil, der die Liegezeit zwischen den Aktivitäten symbolisiert, führt zu einer vorigen Aktivität. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Performance von Aktivitäten und Liegezeiten zu untersuchen. Beispielsweise werden in LANA Process Mining die längste Liegezeit und zeitaufwändigste Aktivität automatisch rot markiert. Zusätzlich kann man bestimmte Filtereinstellungen hinterlegen, sodass unter anderem ausschließlich alle Liegezeiten, Aktivitäten oder auch Fälle angezeigt werden, die einen bestimmten zeitlichen Wert überschreiten.

 

2. Optimierungspotentiale gezielt im Conformance Checking aufdecken

Beim Abgleich des realen Prozesses mit einem Soll-Prozess, liegt der Fokus auf dem Aufdecken nicht vorgesehener Prozessverläufe. Das Soll-Prozessmodell wird vom Benutzer hinterlegt. In LANA kann ein bereits vorbereitetes Modell geladen werden, oder ein Modell basierend auf dem Ist-Prozess – dem realen Prozess – vom Benutzer kreiert werden. So kann der Benutzer selbst definieren, welche Prozessverläufe unerwünscht sind und als Prozessabweichungen angezeigt werden.

 

3. Optimierungspotentiale mittels der automatisierte Ursachenanalyse identifizieren und realisieren

In diesem Analyseschritt werden die vom Process Discovery oder Conformance Checking identifizierten Schwachstellen näher untersucht. Ermittelte Attribute oder Attributkombinationen liefern dem Benutzer spezifische Information über Umstände und Ursachen von Optimierungspotentialen. Anhand dieser Anhaltspunkte kann der Benutzer konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten, sodass das Optimierungspotential realisiert werden kann.

 

Verwandte Begriffe: Analyse, Kennzahl, Performance-Analyse, Model Enhancement

 

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