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Process Mining als Erfolgsfaktor für IT-System-Migration

Process Mining als Erfolgsfaktor für IT-System-Migration
November 29, 2018 Franzi

Ihnen steht die Migration Ihres IT-Systems bevor – ein kompliziertes und durchaus riskantes unterfangen. Selbst, wenn Sie jeden Schritt wie in unserer Anleitung beschrieben befolgen, ist es nur selten realistisch, den Überblick über ein ganzes digitalisiertes System zu behalten. An dieser Stelle können jedoch Datenanalysetechniken wie Process Mining helfen, alles im Blick zu behalten. Hier widmen wir uns daher der Frage, wie Process Mining den Ablauf und Erfolg eines Migrationsprojekts verbessern kann.

 

System Migration Process

Wie kann Process Mining den Migrationsprozess verbessern?

Sie können Process Mining vor, während und nach einem Migrationsprojekt einsetzen und dadurch wichtige Erkenntnisse erlangen. Vor dem Projektstart oder in einer frühen Phase der Migration können mit Hilfe von Process Mining die Prozessabläufe im System erkannt und analysiert werden (Model Discovery). Die Analysen der Prozesse im Alt-System mit Hilfe von Conformance Checking oder einer Root-Cause-Analyse leiten bereits hier erste potentielle Engpässe und Unstimmigkeiten ab.

Während eines Migrationsprojekts werden die Prozesse des Testsystems quasi in Echtzeit angezeigt und analysiert. Dadurch überprüfen Sie, ob die Prozesse wie gewünscht konfiguriert sind und abgebildet werden und fehlerfrei ablaufen. Diese Erkenntnisse können Sie wiederum nutzen, um das System weiter anzupassen und die Prozessabläufe wie gewünscht zu gestalten. Außerdem lassen sich die erzielten Kennzahlen miteinander vergleichen und so der Mehrwert des neuen Systems hervorheben.

Auch nach Abschluss des Projekts ist der Einsatz von Process Mining ratsam. Hier geht es jedoch eher um das Überwachen des laufenden Betriebs. Durch das Monitoring können Sie die Prozesse kontinuierlich anpassen und optimieren. Weiterhin wird dadurch das Erfassen von Kennzahlen, wie etwa Durchlaufzeiten oder Prozesskosten, erleichtert. Mit Hilfe der aufgenommen Kennzahlen kann darüber hinaus verifiziert werden, welchen Nutzen – auch langfristig – das neue System bietet.

Welche Probleme kann Process Mining nicht lösen?

Process Mining kann zwar viele prozessbezogene Herausforderungen meistern, jedoch sind das nicht die einzigen Probleme in einem Migrationsprojekt. Oftmals spielen auch Motivation und Ängste der Mitarbeiter eine wichtige Rolle, ob eine Systemmigration gelingt oder scheitert. Häufig fällt es Mitarbeitern schwer, sich an ein neues System, eine neue Oberfläche oder an neue Prozessabläufe zu gewöhnen. Hier ist es ratsam, die Mitarbeiter von Anfang an mit einzubeziehen, damit die Umgewöhnung kontinuierlich in kleinen Schritten erfolgen kann und sich niemand abgehängt fühlt. Oft haben die Mitarbeiter zudem die Befürchtung, mit dem neuen System überfordert zu sein oder dass ihre Arbeit – und damit sie – vom System ersetzt werden.

Durch solche negativen Gefühlen können sich Mitarbeiter mitunter aktiv gegen die Einführung eines neuen Systems entgegenstellen. Das schädigt die Motivation und die Bereitschaft, Informationen zur Verfügung zu stellen.

Process Mining kann ein Migrationsprojekt sinnvoll unterstützen und verbessern. Dies wird vor allem bei der Visualisierung von Prozessen, Performance und wichtigen Kennzahlen deutlich. Jedoch gibt es auch Herausforderungen in solchen Projekten, die nicht mit Hilfe von Technik gelöst werden können. Unter’m Strich gilt daher: Process Mining lohnt sich schon allein durch die vielseitige Hilfe in der Kontrolle von Prozessdaten – doch vergessen Sie nicht die menschliche Komponente in solchen Projekten.

 

Lesen Sie mehr zur Durchführung von Migrationsprojekten hier in unserem Blog.

Möchten Sie Process Mining für Ihr Migrationsprojekt nutzen? Dann kontaktieren Sie uns!